derdasdie ist ein Kulturraum, der sich auf surrealistische, dadaistische oder absurdistische Ebenen bewegt, sowie Jazz und Blues Musik. |
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Aktuelle Ausstellung Die
Reise
Bilder von Barbara Duisberg |
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2011
“Frühjahrskollektion”,
Kunstverein Tiergarten | Galerie Nord, Berlin
2010 “historienbild”, kunstraum t27, Berlin 2010 “Goma in Genezareth”, 48 Stunden Neukölln, Berlin 2010 “Rückblick”, Decker, Berlin 2010 “Volksbewegung”, Moabiter Kulturtage, Berlin 2009 “Fluchtpunkte”, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Nürnberg 2009 “Ortung VI”, Croaticum, Schwabach 2009 “Wasserwege”, Inselglück, Berlin 2009 “Afghanische Fortschritte”, Bundesministerium des Inneren, erlin 2008 “Grenzerfahrung”, Inselglück, Berlin 2007 “Globale Erkältung”, Artur X, Bamberg 2007 “Hanging around the Sofa”, Inselglück, Berlin 2006 “Horizontalen”, Artur IX, Bamberg 2006 “Ins Offene”, Frühauf, Berlin |
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Barbara
Duisberg
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Es
gibt viele
Arten, viele Aspekte des Reisens. Zunächst einmal ist es eine
Form des Unterwegsseins. Weg vom Vertrauten, hin zu etwas Fremden
– manchmal geht es auch nur um das Gefühl des
Unterwegsseins. Doch nicht jeder reist gern oder freiwillig.
Barbara Duisbergs Bilder handeln teilweise von einer besonderen, oft ungewollten Form des Reisens: der Flucht, die durch Vertreibung wie nach dem Zweiten Weltkrieg („Berlin 1945“) oder durch Naturkatastrophen („Pakistan“) erzwungen wird. Dagegen steht die Unmöglichkeit zur Flucht - wie für die palästinensischen Kinder im Gazastreifen („Hebron“), deren Reise an einer Mauer mit Stacheldraht endet. Reisen kann aber auch ein innerer Vorgang sein, eine Rückbesinnung auf sich selbst, wie sie das Alter („Rückblick I und II“) mit sich bringen. Reisen heißt Eintauchen in fremde Welten, ob freiwillig oder unfreiwillig, heißt Zurückkehren in die ferne Vergangenheit, heißt manchmal auch einfach Abtauchen, wie es die beiden Taucher („Dahab“) oder die Schwimmerin („Prinzenbad“) machen. Der Zustand des Unterwegssein, ob auf der Flucht oder auf der Parkbank oder im Schwimmbad, ist immer auch ein Moment der Einkehr, der Rückschau oder Selbstreflexion. Die hier gezeigten Bilder von Barbara Duisberg stammen aus unterschiedlichen Zyklen aus den Jahren 2009/10, die die Künstlerin selbst unter dem Ausstellungstitel „Die Reise“ zusammengestellt hat. Ihre großformatigen Bilder strahlen eine intensive Ruhe aus. Das liegt auch an der Arbeitsweise der Künstlerin, die ihre Motive aus der Bildberichterstattung der Presse bezieht. Gegen die Schnelllebigkeit und Bilderflut der Medien setzt Barbara Duisberg auf die Einzeldarstellung, auf Individualisierung, wobei der konkrete geografische und persönliche Hintergrund oder auch geopolitische Kontext ausgeblendet wird - durch die ungewöhnliche Verwendung von Schlagmetall, Gold. Es dient der Künstlerin als Mittel, mit dem sie von der Umgebung in gleichem Maß abstrahiert wie sie das Individuum in den Mittelpunkt rückt. Überführt in die sakrale Welt und Abstraktion von mittelalterlichen Heiligenfiguren entwickeln die Menschen ein neues Eigenleben. Leben, das immer, notgedrungen, auf der Reise ist. |